Der Rubel rollt (nicht) in Moskauer Casinos

Moskau ist eine echte Weltstadt, die ein buntes, abwechslungsreiches Nachtleben bietet. Neben den noblen Restaurants, Clubs und Bars gehörten einst auch die Casinos dazu.

Glücksspiel in Russland: Die Ausnahmen bestätigen die Regel

Im Jahr 2006 äußerte sich der russische Präsident Wladimir Putin über das Glücksspiel und erklärte, dass dieses gefährlicher sei, als der Alkoholismus. Die Folge war, dass 2009 in Russland ein allgemeines Glücksspielverbot in Kraft trat. Seit diesem Zeitpunkt darf in lediglich vier Sonderverwaltungszonen das Glücksspiel angeboten werden. Aufgrund der abziehenden Investoren blieb jedoch der Erfolg aus. Zudem ist auch das Glückspiel in den Online-Casinos strengstens untersagt.

Moskau – ein Nachtleben, das bunt und abwechslungsreich ist

Nachtleben Moskau

Wer sich als Fremder im Moskauer Nachtleben zurechtfinden möchte, der ist gefordert. Denn die Trends ändern sich hier schnell und ständig gibt es neue Attraktionen. Der Moskowiter zeigt im Unterschied zu vielen anderen Europäern, dass er es gern so „richtig krachen“ lässt und schaut dabei nicht auf den Rubel. Die schicken Plätze, wo das Moskauer Nachtleben stattfindet, sind luxuriös und teuer – für viele „Normalverdiener“ einfach unbezahlbar. Denn in den angesagten Clubs und Diskotheken sind Eintrittspreise von hundert Dollar und mehr keine Seltenheit.

Die Innenstadt von Moskau ist voll von Diskotheken und Bars und Events sowie „Happy Hours“ stellen den großen Trend auf der Beliebtheitsskala dar. Dazu kommen noch die Nachtrestaurants, die ihre Gäste mit Öffnungszeiten bis 6:00 Uhr morgens anlocken. Auch hier ist ein Gedeck zu einem Preis zwischen 600 und 900 Rubel (umgerechnet 20 bis 30 USD) üblich, wobei Essen und Getränke extra berechnet werden.

Die noblen Casinos in Moskau

Die noblen Casinos gehörten einst zum Moskauer Nachtleben dazu. Diese waren in der Regel in den 5-Sterne-Hotels zu finden. Als eines der Besten galt das Metropol Casino, das sich im Hotel Metropol in der Teatralnij Projesd 1-4 befand. Dieses Casino war als klassisch zu bezeichnen und bot BlackJack, Roulette und Poker an. Allerdings stellte das Casino stets eine bescheidene Angelegenheit zu den großen Casinos in Las Vegas oder Monte Carlo dar. Das Casino wurde 2009 geschlossen, während das Hotel weiterhin besteht und Besucher aus der ganzen Welt anzieht. Berichtet wurde, dass es ausschließlich in einem kleinen Raum untergebracht war, mit nur acht Tischen – eben ein starker Kontrast zu einigen der größten Hotels und Casinos auf der Welt.

Mehr als 1.000 Casinos wurden in Moskau geschlossen

Allein in Moskau wurden seit dem Inkrafttreten des Glücksspielverbots 2009 mehr als 1.000 Casinos geschlossen. Ausschließlich in den grenznahen Sonderzonen Asow, Wladiwostok, Kaliningrad und dem sibirischen Altai ist das Glücksspiel weiterhin erlaubt.

Regionen in Russland

Das Problem ist, dass sich diese vier Sonderverwaltungszonen fernab von den großen Zentren wie Moskau oder St. Petersburg befinden. Interessierte Spieler müssen mindestens 1.000 Kilometer für ihr Spielvergnügen überwinden. Aber dennoch sollen diese mit Hilfe der ausländischen Investoren zu Spielparadiesen entwickelt werden – jedoch blieb der Erfolg aus. Das führte dazu, dass die es der attraktiven Badestadt Sotschi am Schwarzen Meer gelangt eine Sondergenehmigung zu erhalten um ein Casino zu eröffnen. Die Voraussetzungen sind dort deutlich vorteilhafter als in den anderen vier Verwaltungszonen:

  • Die Infrastruktur ist dort aufwendig und hochmodern, aufgrund sportlicher Sonderereignisse wie die Olympischen Winterspiele, Formel 1 oder der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in 2018
  • Die Lage ist attraktiv (Schwarzes Meer)
  • Äußerst beliebt als Bade- und Kurort
  • Sehenswürdigkeiten dienen als Touristenmagnet

Bereits Anfang des Jahres wurde der erste Casino-Komplex „Sochi Casino&Resort“ eröffnet, der 63 Mio. Euro kostete. Neben dem großen Casino enthält der Komplex eine Shopping-Mall, Konferenzsäle, ein Theater und Restaurants. Allerdings soll das nur der Beginn für weitere Ausnahmeregelungen gewesen sein, um die Attraktivität Sochi‘s auch außerhalb der Saison zu steigern.

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